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14 Jahre Schrauberei: Wie ein Heimwerkerkönig seine Porsche 911 in eine atemberaubende RSR verwandelte!

In North Bend, Washington, hat Autoliebhaber Marty Robb in sage und schreibe 14 Jahren aus einer routinemäßigen Porsche 911 (Baujahr 1977) eine wahrhaft einzigartige RSR-Umbau geschaffen. Dieser ambitionierte Privatrestaurator griff tief in die Trickkiste moderner Technik und traditioneller Handwerkskunst, um ein Individualfahrzeug zu realisieren, das sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke eine exklusive Ausnahme darstellt.

Motorausfall als Auslöser für das Großprojekt

Alles begann mit dem kapitalen Schaden am originalen 2,7-Liter-Boxermotor. Statt den Klassiker zu verkaufen oder lediglich den Motor zu überholen, entschied sich Robb, das gesamte Fahrzeugkonzept radikal zu überdenken. Ziel war es nicht mehr, die 911 behutsam zu restaurieren, sondern eine kompromisslose RSR-Spezialversion zu erschaffen – eine Hommage an den legendären Rennsport-Prototyp.

Fahrwerk und Fahrdynamik: Coilovers und Torques

Durch diese Komponenten erzielte Robb eine messbare Steigerung der Fahrzeugstabilität und eine direkte Lenkansprache, die in Standard-Porsche-Modellen so nicht zu finden ist.

Handgefertigte Karosserie aus Fiberglas

Die wohl auffälligste Änderung: eine komplett neue, abnehmbare Karosserieschale aus Fiberglas. Robb formte im heimischen Garage-Workshop eine monolithische Frontpartie und in Handarbeit sämtliche Kotflügel- sowie Schweller-Elemente. Das Ergebnis erinnert an die historischen RSR-Modelle aus den 1970er-Jahren, bietet aber gleichzeitig modernste Zugänglichkeit zu Technik und Wartung.

Interieur im puristischen Rennsport-Stil

Diese Konfiguration optimiert die Funktionalität und wirkt – trotz fehlender Luxuskomponenten – äußerst authentisch und konsequent nach Rennsport-DNA gestaltet.

Ausdauerndes Lackier- und Karosserie-Finish

Robb errichtete im Garten eine improvisierte Lackierkabine und verbrachte eine komplette Sommersaison mit Schleifen, Spachteln und Lackieren. Als Autodidakt eignete er sich Schweiß- und Lackiertechniken an, bis die Oberfläche dem hohen Anspruch gerecht wurde. Jeder Farbton, jede Schicht Klarlack musste mehrfach kontrolliert und nachbearbeitet werden, um ein makelloses Finish zu erzielen.

Familiäres Rückgrat: Die Rolle von Marsha

Hinter jedem ambitionierten Projekt steht nicht selten eine unterstützende Familie. Marsha, Martys Ehefrau, nahm einen zweiten Job an, um die finanzielle Grundlage für diese lange Umbauphase zu sichern. Ihre emotionale und ökonomische Unterstützung machte es möglich, dass Martin ganz in sein Herzensprojekt eintauchen konnte.

Technische Highlights und Performance

Das Resultat: eine spürbar direktere Gasannahme, eine quirlige Fahrfreude und eine klar nachvollziehbare Rückmeldung über jedes Detail des Fahrbahnkontakts.

Restomod vs. Originaltreue: Ein spannender Diskurs

Martys Umbau wirft die klassische Frage auf: Muss ein historischer Wagen im Originalzustand erhalten werden, oder darf man nach eigenen Vorstellungen modernisieren? Puristen plädieren für Werterhalt durch Originalität, während Restomod-Fans wie Robb den Weg der Anpassung gehen, um ein historisches Fahrzeug noch alltagstauglicher und leistungsstärker zu machen. Seine RSR-Transformation zeigt eindrucksvoll, dass Handwerk und Technik Hand in Hand gehen können.

Mit diesem Projekt verschiebt Marty Robb die Grenzen des Machbaren bei klassischem Autofans – und liefert gleichzeitig eine Blaupause dafür, wie man eine Ikone der Automobilgeschichte in ein zeitgemäßes, emotionales Meisterwerk verwandeln kann.

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