Vom 9. bis 14. September wird Hyundai auf der IAA Mobility in München ein neues Concept Car präsentieren, das bereits im Vorfeld hohe Erwartungshaltung erzeugt. Die ersten Teaser-Bilder, die der koreanische Hersteller über seine Social-Media-Kanäle gestreut hat, geben nur einen sehr begrenzten Blick auf das Heck frei – doch dieser Ausschnitt lässt automobile Enthusiasten in ganz Europa aufhorchen.
Ein Blick auf das Heck: Dynamik trifft auf LED-Technik
Die veröffentlichen Fotos konzentrieren sich auf die hintere Fahrzeugpartie. Auffällig ist ein markantes, am Ende des stark fallenden Daches positioniertes Spoiler-Element in „Entenschwanz“-Form, das den Eindruck erweckt, als schwebe es über dem Kofferraum. Eine durchgehende LED-Lichtleiste an dessen Unterkante deutet auf ambitionierte Beleuchtungslösungen hin. Unterhalb des Stoßfängers lässt sich in einer anderen Aufnahme eine Luftöffnung erkennen, die die Kühlung von Akkus oder Antriebskomponenten unterstützen könnte.
Fastback-Coupé oder City-Stromer?
Der Neigung des Heckfensters nach zu urteilen, erinnert die Silhouette an ein Fastback-Coupé. Gleichzeitig wirkt die Formgebung kompakt genug, um sich klar von der 4,86 Meter langen Ioniq 6 abzusetzen. Das lässt vermuten, dass es sich nicht um ein simples Facelift handelt, sondern um ein echtes Neuprojekt, das in der Kleinwagenklasse ansetzt.
Ioniq 2: Boom im B-Segment?
Seit Monaten ranken sich Gerüchte um eine Ioniq 2, die als kompaktes Elektrofahrzeug positioniert werden soll. Die jüngsten Teaser passen zu den Erwartungen:
- Basierend auf der E-GMP-Plattform, wie sie bereits für Kia EV3 genutzt wird.
- Voraussichtliche Batterieoptionen unter 60 kWh für Reichweiten um 300 Kilometer.
- Single-Motor-Antrieb auf der Vorderachse für effizientere Massenproduktion.
- Kalkulierter Preis um 30.000 Euro, damit rund 5.000 Euro teurer als die aktuellen Mini-Stromer im Portfolio.
Die Ioniq 2 könnte somit exakt den Segment-Lücke füllen, die derzeit von VW ID.2all, Renault 5 Prototype und dem Citroën e-C3 adressiert wird – jedoch mit Hyundai-typischem Fokus auf dynamische Linien ohne Verzicht auf Alltagstauglichkeit.
Technische Eckdaten aus den Teaser-Infos
Aus den knappen Angaben lässt sich bereits Folgendes ableiten:
- Modularer E-Antriebsstrang mit einer Batteriespannung von 800 Volt für schnelles Laden.
- LED-Matrix-Scheinwerfer und LED-Heckleuchten mit adaptiver Lichtsignatur.
- Integraler Heckspoiler zur Optimierung des Luftstroms im hohen Geschwindigkeitsbereich.
- Erweiterbare Over-the-Air-Updates für Assistenzsysteme und Infotainment.
In Kombination mit einem relativ kantigen, aber eleganten Seitenprofil dürfte das Concept Car in München nicht nur Design-Fans begeistern, sondern auch Ingenieure und Entwickler des Konzerns inspirieren.
Strategische Bedeutung für Hyundai
Die Einführung eines kleineren Stromers spielt in Hyundais Gesamtstrategie eine Schlüsselrolle:
- Erweiterung des Elektrifizierungs-Angebots von C-Segment (Ioniq 5) bis A-Segment (Ioniq 2).
- Stärkung der Marktposition in Europa, wo der Trend zu kompakten City-Elektroautos voranschreitet.
- Absatzsteigerung durch attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis im wachsenden B-Segment.
- Verstärkte Konvergenz von Technologie, Connectivity und lokalem Fertigungsaufwand.
Angesichts verschärfter CO₂-Flottenziele und hoher Subventionsprogramme in Deutschland könnte die baldige Serienvorstellung das Verkaufsvolumen in die Höhe treiben.
Ausblick auf die IAA Mobility 2025
Wer das Concept Car in natura erleben möchte, sollte sich rechtzeitig um einen IAA-Ticket bemühen. Hyundai wird im Ludwigstraße-Pavillon 14 eine Inszenierung bieten, die den Übergang von traditionellen SUV-Designs zu futuristischen, urbanen Stromern zelebriert. Begleitend dürfte es spannende Einblicke in die Prototypenentwicklung und Ausblicke auf weitere Modelle wie den neuen Tucson 2026 oder künftige N-Performance-Stromer geben.