Die neue Mitsubishi Outlander PHEV (2026) ist da – und Mitsubishi setzt bei der vierten Generation konsequent auf Plug‑in‑Hybridtechnik. Als Münchner, der gern lange Strecken und alpine Pässe fährt, habe ich mir die Daten und Ausstattungsinfos genau angesehen: 306 PS Systemleistung, Allrad durch elektrischen Hinterachsantrieb, praxisnahe elektrische Reichweiten und ein klar auf Alltagstauglichkeit ausgerichtetes Gesamtkonzept. Im Folgenden finden Sie eine detaillierte Analyse, die technischen Eckdaten sowie Hinweise, für wen der Outlander wirklich passt.
Technik auf den Punkt gebracht
Der Antrieb besteht aus einem 2,4‑Liter‑Benziner im Atkinson‑Zyklus und zwei Elektromotoren (je einer pro Achse). Verbunden mit einer 22,7‑kWh‑Batterie ergibt das eine kombinierte Leistung von 306 PS. Mitsubishi spricht von rund 86 km elektrischer Reichweite im gemischten Zyklus und über 100 km im Stadtbetrieb – Werte, die für die meisten Pendelstrecken völlig ausreichen. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 170 km/h begrenzt, der Sprintwert 0–100 km/h liegt bei 7,9 Sekunden.
Architektur und Fahrsystem
Interessant ist die Art der Hybridintegration: durch die zwei Motoren entsteht eine echte elektrische Allradfähigkeit. Das S‑AWC (Super All Wheel Control) verteilt die Drehmomentanteile zwischen den Achsen und sorgt für bessere Traktion auf losem Untergrund. Zusätzlich bietet die Outlander unterschiedliche Betriebsmodi: reiner Elektrobetrieb, Serien‑Hybrid (Verbrenner lädt die Batterie) und Parallel‑Hybrid (alle Motoren treiben das Fahrzeug an). Diese Flexibilität erlaubt es, auf sehr unterschiedliche Fahrsituationen optimal zu reagieren.
Innenraum: Rationalität über Show
Im Innenraum setzt Mitsubishi auf Funktion vor Effekthascherei. Klare Ergonomie, ein 12,3‑Zoll‑Kombiinstrument und ein 12,3‑Zoll‑Zentraldisplay dominieren das Cockpit. Die Grafik wirkt zweckmäßig, die Bedienung intuitiv. Physische Schalter für Klima und wichtige Fahrmodi sind vorhanden – ein Plus für die Bedienbarkeit während der Fahrt. Materialqualität und Verarbeitung zeigen sich solide: weiche Oberflächen oben, Lederoptionen in höheren Ausstattungslinien, robuste Kunststoffe an weniger sichtbaren Stellen.
Platzangebot und Ladevolumen
Mit 4,71 m Länge und einem Radstand von 2,70 m bietet die Outlander ordentlichen Innenraum. Die Fondbeinfreiheit ist großzügig; nur die Kopffreiheit kann bei Panorama‑Glasdächern leicht eingeschränkt sein. Das Ladevolumen liegt bei 467 Litern und wächst bei umgelegter Rückbank auf 1.404 Liter (40:60‑Teilung). Durch die Platzierung des Elektromotors hinten geht zwar etwas Kofferraum verloren, das Resultat bleibt aber alltagstauglich.
Fahrverhalten und Isolierung
Bei kurzen Testfahrten macht die Outlander einen ruhigen, souveränen Eindruck. Die Abstimmung des Fahrwerks ist auf Komfort ausgelegt, gleichzeitig vermittelt die Plattform eine hohe Stabilität. Mitsubishi hat offenbar an der Geräuschdämmung gearbeitet: Wenn der Verbrenner dazukommt, passiert das weich und ohne plötzliche Drehzahlsprünge — ein Indiz für eine gelungene Schaltung und Softwareintegration. Auf kurvigen Landstraßen zeigt die elektronische Allradverteilung ihre Stärken: das Fahrzeug bleibt neutral und kontrollierbar.
Sicherheit und Assistenz
Die Outlander kommt serienmäßig mit einer umfassenden Suite von Assistenzsystemen: adaptiver Tempomat, aktiver Spurhalte‑Assistent und weitere Funktionen bis Level‑2‑Autonomie. Für Vielfahrer besonders wichtig: die Bedienung dieser Systeme ist logisch angeordnet, und sie lassen sich mit klaren Eingriffen anpassen, was die Nutzerakzeptanz erhöht.
Ladeverhalten und Alltag
Modelle und Preise
Die Outlander PHEV wird in mehreren Ausstattungsvarianten angeboten: die Basisversion (Inform) startet bei 46.900 €, gefolgt von Invite (49.900 €), Intense (53.900 €) bis zur Instyle (59.900 €). Bereits die Basis bringt 18‑Zoll‑Leichtmetallräder, Full‑LED‑Beleuchtung, 12,3‑Zoll‑Displays, adaptive Geschwindigkeitsregelung und Yamaha‑Audio mit — ein gutes Paket für den Einstieg.
Für wen ist die neue Outlander PHEV sinnvoll?
Was bleibt offen und was zu prüfen ist
Einige Fragen klären sich erst in ausführlichen Langzeit‑Tests: Wie verhält sich die Batteriealterung im realen Alltag? Wie effizient ist das Thermomanagement bei kalten Temperaturen? Wie homogen ist die Software‑Integration zwischen den drei Antriebsquellen bei intensiver Nutzung? Diese Punkte sind für Käufer relevant, die das Fahrzeug über Jahre nutzen wollen.
Insgesamt erscheint die neue Mitsubishi Outlander PHEV 2026 als durchdachtes Paket: solide Technik, praktikable elektrische Reichweiten und eine klare Ausrichtung auf Nutzwert. Für viele Käufer könnte genau diese Mischung aus Alltagstauglichkeit und elektrischer Mobilität attraktiv sein — zumal der Einstiegspreis für ein vollständig elektrifiziertes SUV dieser Größe wettbewerbsfähig wirkt.
