Einführung in die neue Nissan Wave
Im ersten Quartal 2027 wird Nissan seine kleinste Elektro-Stadtlimousine in Europa auf den Markt bringen – unter dem Namen „Wave“. Diese kompakte EV-Lösung richtet sich an Pendler und Stadtbewohner, die eine preiswerte, aber zeitgemäße Mobilitätsoption suchen. Erste Hinweise auf den Namen „Wave“ stammen von der französischen Fachzeitschrift L’argus, nachdem Nissan kurz zuvor die Markenbezeichnung „Pixo“ registriert hatte.
Technische Basis und Fertigung
Die Nissan Wave teilt sich ihre Architektur mit der nächsten Renault Twingo und nutzt die AmpR Small Plattform, entwickelt von Renaults Elektrosparte Ampere in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Designhaus Launch Design. Durch dieses Joint Venture bleiben Entwicklungs- und Produktionskosten niedrig. In Europa wird die Wave im slowenischen Werk Novo Mesto gebaut – demselben Standort, an dem zuvor die Twingo-Baureihe montiert wurde.
- Plattform: AmpR Small mit modularer Elektro-Architektur
- Kooperation: Renault Ampere + Launch Design (China)
- Fertigungsort: Renault-Werk Novo Mesto, Slowenien
- Ziel: Kosteneffizienz und beschleunigte Markteinführung
Antrieb und Akkutechnik
Unter der Haube arbeitet ein Elektromotor mit 85 PS, geliefert von Shanghai Electric Drive. Die Vorderradtrieb-Konfiguration sorgt für ein einfaches, verlässliches Handling im urbanen Umfeld. Wesentlicher Kostentreiber bleibt die Batterie: Nissan setzt auf einen Lithium-Eisenphosphat-(LFP-)Akkupack mit rund 30 kWh Kapazität, gefertigt von CATL im ungarischen Werk.
- Leistung: 85 PS (63 kW) Vorderradantrieb
- Batterie: 30 kWh LFP, CATL-Produktion in Ungarn
- Reichweite: circa 300 km nach WLTP-Norm
- Ladeleistung: voraussichtlich 50 kW DC-Schnellladung
Mit rund 300 Kilometern Reichweite erfüllt die Wave die meisten täglichen Anforderungen in der Stadt und im Umland, ohne dass Pendler gezwungen sind, ständig Ladestopps einzulegen.
Design und Abgrenzung zur Renault Twingo
Obwohl Technik und Plattform der Twingo gleichen, erhält die Nissan Wave ein eigenständiges Gesicht. Die Frontpartie erinnert an moderne Nissan-Modelle wie die Leaf-Generation oder die aktuelle Micra, mit nach oben gezogenem Tagfahrlicht in V-Form. Die Seitenlinie zeigt dynamische Bogen und betont die kompakten Gesamtmaße von unter dreieinhalb Metern.
- Front: schmaler Kühlergrill, LED-Tagfahrlicht in V-Motiv
- Karosserie: klare Linien, kurze Überhänge
- Räder: 15″ bis 16″ Leichtmetallfelgen
- Interieur: minimalistische Armaturentafel, 10″-Touchscreen
Im Innenraum setzt Nissan auf einen übersichtlichen 10-Zoll-Touchscreen für Infotainment und Fahrassistenzsysteme. Hochwertige Kunststoffe und Akzente in lebendigen Farben sollen das urbane Lebensgefühl unterstreichen.
Preispositionierung und Wettbewerber
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 20 000 Euro (netto, vor Förderboni) zielt die Wave auf den hart umkämpften Einstiegs-EV-Markt. Zu den direkten Rivalen gehören:
- Volkswagen ID.1 – Basis: Modularer Querbaukasten (MQB), ab etwa 21 000 Euro
- Fiat Panda Elettrica (2027) – Retro-Styling und 40 kWh Batterie
- BYD Dolphin Surf – chinesisches Billig-EV mit 320 km WLTP
Die Kombination aus geringem Basispreis, bewährter Renault-Technik und Nissan-Design könnte der Wave den nötigen Vorsprung verschaffen, um sich in europäischen Städten zu etablieren.
Marktstart und Zukunftsperspektiven
Nissan plant den Verkaufsstart der Wave ab März 2027 in Deutschland, Frankreich, Italien sowie in Skandinavien. In den ersten Monaten wollen Händler kleine Kontingente bereitstellen, um die Nachfrage zu testen. Langfristig ist eine Produktionssteigerung geplant, sollte die Wave beim urbanen Publikum gut ankommen.
- Start: Q1 2027 in Europa
- Vertrieb: Nissan-Händlernetz mit Fokus auf Stadtzentren
- Service: Batteriegarantie 8 Jahre / 160 000 km
- Zielgruppe: urbane Pendler, Carsharing-Flotten
Mit der Nissan Wave betritt eine neue, kostengünstige Elektro-Stadtlimousine die Bühne – ein spannendes Modell für alle, die in der City auf Nachhaltigkeit und Pragmatismus setzen.