Revolutionäre Basis: Die STLA Small Plattform
Im Jahr 2027 startet die neue Opel Corsa auf der innovativen STLA Small Architektur des Stellantis-Konzerns. Diese Plattform wurde speziell für Klein- und Kompaktfahrzeuge entwickelt und legt den Fokus auf Effizienz, Modularität und Digitalisierung. Hersteller profitieren von günstigeren Entwicklungskosten, da Bauteile und Elektronikkomponenten mit anderen Modellen wie der Peugeot 208 oder dem kommenden Mokka-SUV geteilt werden können.
Ein zentrales Merkmal der STLA Small ist die Zentralrechner-Einheit (ECU), die sämtliche Fahrassistenzsysteme, Infotainment-Elemente und Software-Module über eine einzige Einheit steuert. Das verschlankt die Bordarchitektur erheblich und schafft Raum für neue Funktionen.
Mutiges Design im Geiste des GSE-Concepts
Opel setzt bei der Corsa 2027 auf die „Bold and Pure“-Designphilosophie. Angelehnt an die Conceptstudie Corsa Vision GSE Gran Turismo, trägt die Serienversion eine rahmenlose Vizor-Grillpartie, die nahtlos in schmale LED-Scheinwerfer mit charakteristischer Compass-Lichtsignatur übergeht. Die Front wirkt klar und modern, ohne störende Zierleisten.
- Schmale, mittige LED-Leuchten („Compass-Signatur“).
- Rahmenloser Vizor-Grill für einen aufgeräumten Look.
- Heckleuchten über die komplette Fahrzeugbreite verbunden.
- Geometrisch skulpturierte Stoßfänger, die Dynamik vermitteln.
In der Seitenansicht betonen prägnante Linien und kurze Überhänge die Kompaktheit, während 16-Zoll-Leichtmetallräder ein sportlich-elegantes Finish bieten.
Software-Defined Vehicle: Zukunft erstmals seriennah
Dank STLA Small wird die Corsa 2027 zum ersten Opel im Einstiegssegment, der als „software-defined vehicle“ agiert. Alle Module kommunizieren über eine zentrale ECU, wodurch Updates per Over-the-Air-Download möglich sind. Dadurch lassen sich neue Features wie erweiterte Fahrerassistenz, Infotainment-Erweiterungen oder Performance-Optimierungen nachrüsten, ohne Werkstattbesuch.
Besonders spannend: Auf Basis der Conceptstudie könnte ein Steer-by-Wire-System Einzug halten. Der vollelektronische Lenkantrieb ersetzt die traditionelle Lenkstange und erlaubt einen frei gestaltbaren Lenkrad-Entwurf – bisher nur in Luxuslimousinen zu finden.
Doppelte Antriebsstrategie: Hybrid und rein elektrisch
Opel verfolgt bei der neuen Corsa einen Dual-Ansatz:
- Mild-Hybrid (48 V): Der 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbo wird von einem 48-Volt-Startergenerator unterstützt. Das spart Kraftstoff und verbessert das Ansprechverhalten im City-Verkehr.
- Voll-Elektro: Ein 54-kWh-LFP-Batteriepack liefert eine Reichweite, die im Alltag deutlich über den Werten der Vorgängermodelle liegt. DC-Schnellladen mit bis zu 100 kW sorgt für zügiges Auftanken.
Für sportlichere Fahrer plant Opel zusätzlich eine GSE-Variante mit geringer Drosselung des Concept-Triebwerks, die mehr Leistung und direkten Fahrspaß verspricht.
Synergien im Stellantis-Kosmos
Die enge Zusammenarbeit mit Peugeot ermöglicht Opel, technische Plattformen und Antriebe kosteneffizient zu teilen. Neben der bekannten Nähe zur Peugeot 208 entsteht auch ein abgeleiteter Mokka-SUV auf STLA Small. Gemeinsame Bauteile wie Fahrwerkkomponenten, Infotainment-Hardware und Assistenzsensorik senken Stückkosten und vereinfachen Ersatzteilmanagement.
Diese Bündelung sichert Opel eine breite Modellpalette, von City-Cars über Kompakt-SUVs bis hin zu sportlichen GSE-Editionen.
Marktstart und Konkurrenz
Ab Frühjahr 2027 steht die neue Opel Corsa bei deutschen Händlern. Die Preisempfehlung beginnt voraussichtlich bei rund 22 000 Euro für die Mild-Hybrid-Version, die Volks-EV-Ausstattung startet knapp darüber. Mit Blick auf Konkurrenten wie Renault 5, Cupra Raval, Volkswagen ID.2 und Peugeot 208 muss die Corsa ihre Stärken in Technologie, Design und Nachhaltigkeit ausspielen.
- Renault 5: Retro-Charme mit moderner E-Technik.
- Cupra Raval: Sportliches Lifestyle-Crossover.
- VW ID.2: Erste Elektro-Variante auf MEB-Light.
- Peugeot 208: bewährtes Kompaktformat mit frischem Gesicht.
Mit dem mutigen Design, der softwarezentrierten Architektur und dem flexiblen Antriebsportfolio zielt Opel darauf ab, im umkämpften B-Segment neue Maßstäbe zu setzen.