Peugeot erweitert den Rifter‑Modellreihe und bringt damit eine interessante strategische Kehrtwende: Neben der bereits bekannten E‑Variante gibt es wieder neue Benzin‑ und Dieselaggregate. Für viele Käufer – vor allem Familien und Gewerbetreibende, die viel unterwegs sind – ist das eine sinnvolle Nachricht. Als Münchner, der beruflich und privat viel auf Landstraßen und Autobahnen unterwegs ist, sehe ich in dieser Rückkehr zu Verbrennern pragmatische Gründe. Im Folgenden analysiere ich die technischen Daten, Ausstattungsoptionen und die praktische Bedeutung des neuen Rifter‑Programms für den Alltag.
Modellphilosophie: Multispace bleibt Multispace
Der Peugeot Rifter bleibt dem Konzept treu: ein vielseitiger, praktikabler Hochdachkombi bzw. Multispace mit modularer Innenraumkonzeption. Platzangebot, Variabilität der Sitze sowie robuste, leicht zu reinigende Materialien stehen im Vordergrund. Peugeot adressiert damit bewusst Kunden, die ein Nutzfahrzeug‑ähnliches Fahrzeug mit Pkw‑Komfort suchen – also Familien, Handwerker oder kleinere Gewerbebetriebe.
Motorenangebot: Warum Diesel & Benzin wieder wichtig sind
Neu für 2026 ist die Ergänzung der Palette durch konventionelle Motoren neben dem E‑Rifter. Die wichtigste Erkenntnis: Peugeot vertraut weiterhin auf eine gemischte Strategie, da der Elektromotor nicht für alle Einsatzzwecke die optimale Lösung darstellt. Hier die wichtigsten Triebwerke im Überblick:
Technik & Ausstattung: Sicherheit und Alltagstauglichkeit
Mit dem Modelljahr 2026 rüstet Peugeot die Ausstattungslinie auf: Auf Allure‑Niveau wird künftig ein Fahreraufmerksamkeits‑System mit integrierter Kamera serienmäßig. Das ist wichtig im Hinblick auf neue Regulatorik (GSRV2.2), die ab dem 1. Juli 2026 verpflichtend wird. Solche Assistenzsysteme erhöhen die Alltagssicherheit, besonders bei langen Pendelstrecken oder wiederholten Fahrten auf der Autobahn.
Weitere sinnvolle Optionen umfassen beheizbare vordere Sitze, das Infotainment‑System i‑Connect Advanced sowie – je nach Motorisierung – Lenkradschaltwippen. Die Option, in der zweiten Sitzreihe drei einzelne Sitze zu ordern, ist ein echtes Plus für Familien: einfachere Kindersitzmontage und flexiblere Nutzung des Innenraums.
Praktische Innovationen: Vehicle‑to‑Load und modulare Lösungen
Der E‑Rifter profitiert technisch vom 11‑kW‑Bidirektionallader, der Vehicle‑to‑Load (V2L) ermöglicht. Praktisch bedeutet das: Mit einem Adapter lassen sich elektrische Verbraucher wie Campinggeräte, Werkzeuge oder Kühlboxen direkt aus der Batterie des Fahrzeugs speisen. Für Reisende oder Handwerker ein echtes Komfortmerkmal.
Verbrauch & Emissionen: Diesel bleibt relevant
Die Dieselvarianten erfüllen die Euro‑6e‑bis‑Norm und zielen damit auf regulatorische Kompatibilität. Diesel glänzt bei hoher Jahreslaufleistung durch niedrigen Verbrauch und gutes Drehmomentverhalten – ideal für Überlandfahrten mit voller Beladung oder Anhängerbetrieb. Die angegebenen Verbrauchswerte sind praxisnah und lassen Rückschlüsse auf reale Betriebskosten zu.
Zielgruppen: Wer profitiert vom neuen Rifter‑Mix?
Fazit für die Praxis: Ein flexibles Angebot
Peugeot adressiert mit dem überarbeiteten Rifter‑Programm eine breite Kundschaft und liefert damit pragmatische Mobilität: Elektro dort, wo es sinnvoll ist; Verbrenner (Benzin & Diesel) dort, wo Wirtschaftlichkeit, Reichweite und Infrastrukturentscheidend sind. Für die meisten Nutzer bedeutet das eine echte Erweiterung der Wahlmöglichkeiten – und das zu einer Zeit, in der Mobilitätsbedürfnisse sehr unterschiedlich sind.
Kauf‑ und Nutzertipps
Der Rifter bleibt ein pragmatisches Fahrzeugkonzept, das sich weiterentwickelt hat, ohne seine Identität zu verlieren. Ob in München, auf der Autobahn Richtung Süden oder bei Familienausflügen in die Alpen — der Rifter 2026 bietet jetzt für mehr Nutzer das passende Paket.
