BMW M3 (Verbrenner) dreht am Nürburgring Runden: Reihensechszylinder kehrt zurück – alle Details zur heiß erwarteten 2028er M3
Die neue BMW M3 (thermisch) auf dem Nürburgring: Der Reihensechszylinder lebt weiter
BMW steckt mitten in der Elektrifizierungswelle – trotzdem ist klar: Die M‑Division ist noch nicht bereit, ihre thermischen Wurzeln aufzugeben. Ein stark getarnter Prototyp der kommenden M3‑Generation wurde nun auf dem Nürburgring gesichtet und liefert wichtige Hinweise: BMW entwickelt parallel zur elektrischen Variante weiter eine reine Verbrennerversion mit einem neuen 3,0‑Liter‑Reihensechszylinder Biturbo. Für Fans der klassischen M‑Charakteristik ist das eine Nachricht, die Hoffnung macht.
Was die Spionageaufnahmen verraten
Die Aufnahmen vom „Grünen Hölle“ zeigen ein Fahrzeug mit deutlich verbreiterten Radhäusern, breiteren Spurweiten, einem abgesenkten Fahrwerk und einem massiv aufgerüsteten Bremssystem. Das sind klassische Merkmale eines echten M‑Modells und sprechen gegen die Annahme, es handle sich um eine lediglich optisch aufgemöbelte M350‑Variante. Trotz der Tarnung lässt sich ablesen, dass die Fahrwerksgeometrie und die Kühlung auf hohe Belastungen ausgelegt sind – typisch für eine Performance‑Auslegung mit Fokus auf Handling und Rennstrecke.
Der Sechszylinder bleibt Zentrum der M‑Philosophie
Die wichtigste Botschaft: BMW hält am Reihensechszylinder fest. Gerüchte über eine Umstellung auf einen V6 scheinen vom Tisch. Frank van Meel, CEO der BMW M GmbH, bestätigte die Weiterentwicklung des 3.0 Biturbo als Kernmotor. Allerdings ist zu erwarten, dass der Motor grundlegend überarbeitet wird, um die kommenden Euro‑7‑Vorgaben zu erfüllen. Moderne Verbrennungsstrategien und Effizienzmaßnahmen sind damit Pflicht.
Technische Maßnahmen zur Emissions- und Verbrauchsreduktion
Diese Maßnahmen ermöglichen eine Balance zwischen den Forderungen moderner Umweltregulierung und dem Erhalt eines kraftvollen, linearen Ansprechverhaltens, das M‑Fahrer so schätzen.
Antrieb und Antriebsstrang
Nach aktuellem Kenntnisstand ist die kommende M3‑Generation ausschließlich mit Automatikgetriebe und Allradantrieb xDrive geplant. Dieses Konzept folgt der aktuellen Entwicklung: xDrive erhöht die Alltagstauglichkeit und die Performance, vor allem bei hoher Motorleistung und variablen Fahrbedingungen. Die Frage bleibt, wie stark BMW differenzierte Fahrmodi und die Übertragungscharakteristik einstellt, um auch Puristen mit heckbetonter Balance anzusprechen.
Design: Kontinuität mit dem M Concept Neue Klasse
Obwohl die zukünftige M3 nicht die extremen Aerodynamik‑Elemente des M Concept Neue Klasse übernehmen wird, ist eine stilistische Nähe zu erwarten. BMW scheint die Designsprache zwischen elektrischen und thermischen Modellen eng zu verzahnen, sodass beide Varianten optisch eng verwandt sind. Dies schafft eine einheitliche Markenidentität, während die notwendigen funktionalen Unterschiede bestehen bleiben.
Fahrwerk und Fahrdynamik
Marktpositionierung und Ausblick
Die thermische M3 wird parallel zur batterieelektrischen Variante entwickelt. BMW signalisiert damit: Beide Welten sollen koexistieren. Die thermische M3 wird voraussichtlich für Kunden attraktiv bleiben, die das klassische Fahrerlebnis mit gut dosierbarem Ansprechverhalten, charakteristischem Motorsound und hohe Langstreckenflexibilität suchen. Realistisch ist ein Marktstart etwa 2028, wie Entwicklungszyklen und die notwendige Homologation nahelegen.
Was brauchen Käufer und Enthusiasten zu wissen?
Meine Einschätzung aus München
Als jemand, der viel auf kurvigen Landstraßen und in den Alpen unterwegs ist, begrüße ich die Rückkehr eines neuen Reihensechszylinders mit zeitgemäßen Effizienzmaßnahmen. BMW gelingt damit ein Spagat: Sie halten das legendäre M‑Gefühl lebendig, während sie die Technik zukunftssicher machen. Entscheidend wird sein, wie gut die Balance zwischen Emissionsauflagen und dem emotionalen Fahrverhalten gelingt. Die nächsten Prototypen‑Iterationsstufen und schließlich die offiziellen technischen Daten werden zeigen, ob BMW den richtigen Weg gefunden hat.
