Du wirst nicht glauben, welches Auto im Juli 2025 ganz Europa im Sturm eroberte!

Europas Automarkt im Juli 2025: Wachstum und Verschiebungen
Im Juli 2025 verzeichnete der europäische Pkw-Markt einen Zuwachs von 7,4 % gegenüber Juli 2024. Insgesamt wurden deutlich mehr Neuwagen zugelassen, obwohl der Zeitraum Januar bis Juli insgesamt einen leichten Rückgang von 0,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab. Diese Zahlen verdeutlichen eine anhaltend hohe Nachfrage im Sommermonat, während sich die Jahresbilanz noch nicht vollständig erholt hat.
Die Spitzenreiter: Marktanteile und Zuwächse der Automobilkonzerne
- Volkswagen-Konzern: 306 543 Einheiten (+11,6 %), Marktanteil 28,2 %
- Stellantis: 151 391 Einheiten (–1,1 %), Marktanteil 13,9 %
- Renault-Gruppe: 104 194 Einheiten (+8,8 %), Marktanteil 9,6 %
- Hyundai-Gruppe: 91 819 Einheiten (–2,3 %), Marktanteil 8,5 %
- BMW Group: 83 279 Einheiten (+11,6 %), Marktanteil 7,7 %
Der Volkswagen-Konzern behauptet seine Spitzenposition mit starkem Wachstum, während Stellantis Marktanteile abgibt und Renault erneut zulegt.
Erfolgsgeschichten und Sorgenkinder im Detail
- Skoda: +30,5 % im Juli – eines der größten Wachstumstreiber innerhalb des VW-Konzerns.
- Cupra: +45 % – beeindruckende Zuwächse, vor allem dank neuer Modelle.
- Audi: –10,4 % – unerwartete Einbußen für die Premium-Marke.
- Fiat: –6,5 % im Juli, –21,8 % YTD – schwache Performance bei Stellantis.
- Lancia: –68,2 % – dramatischer Rückgang als Folge eines stark eingeschränkten Modellangebots.
- Alfa Romeo: +39,1 % im Monat und +34 % im Jahr, die erfreulichste Entwicklung im Stellantis-Kosmos.
Elektrofahrzeuge auf dem Vormarsch
Elektroautos gewannen im Januar–Juli 2025 eine Marktanteilserhöhung von 12,5 % auf 15,6 %. Mit über einer Million Neuzulassungen spiegelt sich die hohe Akzeptanz in Ländern wie Deutschland (+38 %), Belgien (+17 %) und den Niederlanden (+6 %) wider. Frankreich hingegen lag im Jahresvergleich 4 % zurück, konnte aber im Juli ein Wachstum von 14 % verzeichnen.
Hybridmodelle dominieren den Markt
Mild- und Vollhybride setzten sich im ersten Halbjahr mit 2,2 Millionen Einheiten und einem Marktanteil von fast 35 % klar durch. Plug-in-Hybride legten um 22 % auf 560 000 Zulassungen zu und erreichen jetzt 8,6 % Marktanteil.
- Spanien: +94 % Plug-in-Hybride
- Deutschland: +59 %
- Italien: +60 %
Verluste bei Benzin und Diesel
Traditionelle Antriebe brechen weiter ein: Benziner verloren 20 % Marktanteil, Diesel verbuchten einen Rückgang von 26 %. In Frankreich schrumpfte der Benzineranteil sogar um 33 %. Aktuell entfallen nur noch 28 % auf reine Benzin- und unter 10 % auf Diesel-Pkw.
Renault und BMW: Ausgewogene Zuwächse
Renault steigerte seine Verkäufe um 8,8 %, angetrieben von Dacia (+13,6 %) und dem Hybrid-Brand Alpine, das seine Absatzzahlen verdoppelte. BMW und Ford legten im Juli jeweils um 11,6 % zu, während Hyundai (–2,3 %), Toyota (–3,7 %) und Volvo (–16,7 %) moderate Rückgänge verzeichneten.
Tesla im freien Fall, BYD als neuer Elektro-Herausforderer
Tesla stürzte mit –40,2 % im Juli und –33,6 % im YTD regelrecht ab, sein Marktanteil fiel unter 1 %. Im krassen Gegensatz dazu steht der chinesische Hersteller BYD mit +225,3 % im Juli und +290 % YTD, der mit 13 503 Einheiten erstmals mehr Einheiten absetzt als Jeep (10 422).
Ausblick und Implikationen für Autobauer
Die Zahlen zeigen deutlich, dass Hersteller ihre Strategie auf Elektrifizierung und Hybridisierung fokussieren müssen. Wer weiterhin stark auf konventionelle Antriebe setzt, droht Marktanteile zu verlieren. Gleichzeitig bieten Elektro- und Hybridantriebe spannende Chancen, insbesondere in Wachstumsregionen und durch Innovationen bei Reichweite und Ladeinfrastruktur.
Tipps für Autokäufer
- Prüfen Sie die Gesamtbetriebskosten: Elektro- und Hybridmodelle können trotz höherer Anschaffungskosten günstiger im Unterhalt sein.
- Beachten Sie Förderprogramme und Umweltboni, die in vielen EU-Ländern weiterhin Anreize bieten.
- Vergleichen Sie Lade- und Tankinfrastruktur in Ihrer Region, um die Alltagstauglichkeit zu gewährleisten.
- Lassen Sie sich von Testberichten zu Reichweite und Komfort leiten, besonders bei rein elektrischen Modellen.
Fazit für den deutschen Markt
Auch in Deutschland, dem größten europäischen Markt, spiegelt sich der europäische Trend wider. Hersteller wie VW und BMW profitieren von ihrem umfangreichen Elektro- und Hybrid-Portfolio, während Dieselmarken weiter an Bedeutung verlieren. Mit Strategien zur Elektromobilität und Digitalisierung können Autobauer in eine erfolgreiche Zukunft starten.