Lamborghini Revuelto SVJ? Getarnter Prototyp mit riesigem Heckflügel in Sant’Agata gesichtet – wird die 1.065‑PS‑SV noch extremer?
Ein getarnter Prototyp der Lamborghini Revuelto wurde in Sant’Agata Bolognese gesichtet – auffälligstes Merkmal: ein extrem großer, fester Heckflügel und überarbeitete Karosserieanhänge, die auf deutlich mehr Abtrieb und mehr Rennstrecken-Orientierung hindeuten. Zwei Monate nach der Präsentation der Revuelto SV (1.065 PS) deuten die Aufnahmen daraufhin, dass Lamborghini weiter an einer noch extremeren Variante arbeitet – möglicherweise eine Revuelto SVJ nach dem Vorbild der Aventador SVJ. Offiziell bestätigt ist das allerdings noch nicht.
Was zeigen die Fotos und Videos?
Carspotter-Aufnahmen aus der Nähe des Werks zeigen eine Revuelto unter starker Tarnfolie, dennoch sind einige Details erkennbar: ein massiver, fixer Heckflügel, neu gezeichnete Flächen an Front und Seiten, ausgeprägte Lufteinlässe sowie ein markanter Diffusor mit erhöhten, zentralen Auspuffendrohren. Die Komponenten wirken weniger auf Komfort, sondern klar auf hohen Anpressdruck bei hohen Geschwindigkeiten ausgelegt.
Technische Erwartungen: Mehr Abtrieb, weniger Masse?
Die Revuelto SV kombinierte bereits einen 6,5-Liter-V12 mit drei Elektromotoren zu insgesamt 1.065 PS und erhöhte den Anpressdruck gegenüber der Serien-Revuelto um rund 80 Prozent – mit einem demonstrierten Rundenzeitreferenzwert von 1:41,6 auf dem Hockenheimring. Eine SVJ-Variante würde diesen Weg vermutlich weitergehen:
Warum SVJ? Die Historie gibt den Hinweis
Lamborghini hat mit der Bezeichnung SVJ bereits eine Tradition: Auf die SV-Modelle folgte bei der Aventador die SVJ-Version, die noch radikalere Aerodynamik und Rennstrecken-Fokussierung brachte. Sollte die Revuelto SVJ Realität werden, wäre das konsequent in der Modellpolitik: erst die Super Veloce (SV), dann die noch kompromisslosere Jota-/J-Modifikation für den Track.
Offene Fragen: Leistung, Technik, Serienstatus
Wichtiges bleibt unklar:
Was würde eine Revuelto SVJ für Lamborghini bedeuten?
Ein noch schärferes Revuelto-Modell würde die Rolle Lamborghinis als Hersteller extremer V12-Hypercars unterstreichen – in einer Zeit, in der viele Hersteller auf Elektrifizierung setzen, bleibt Lamborghini auf dem V12-Kurs und zeigt mit solchen Entwicklungsprogrammen die eigene Performance-DNA. Auch für Sammler und Enthusiasten wäre eine SVJ-Version ein weiteres begehrtes Sammlerstück.
Einordnung aus Sicht eines Road- und Track-Enthusiasten
Als Langstreckenfahrer und Alpenfreund aus München beeindruckt mich vor allem die konsequente Technikverfolgung: Mehr Abtrieb heißt meist bessere Kurvengeschwindigkeit, aber auch anspruchsvollere Abstimmungen. Für Fahrer bedeutet das eine extremer fokussierte Maschine, die auf der Rennstrecke ihr Potenzial entfaltet, auf der Straße jedoch deutlich kompromissloser wirkt. Wer in Bayern und auf den Alpenpässen unterwegs ist, wird so ein Fahrzeug eher selten in seinem Komfortalltag vermissen – dafür bietet es eine unverfälschte Performance-Erfahrung.
Fazit der Beobachtung (ohne Offizielle Bestätigung)
Die Sichtung des stark getarnten Prototyps ist ein starkes Indiz dafür, dass Lamborghini verschiedene Revuelto-Konfigurationen testet. Ob daraus eine SVJ in Serie wird, bleibt abzuwarten – die bisherigen Hinweise deuten jedoch auf eine noch extremer ausgelegte, aerodynamisch fokussierte Version hin. Für Enthusiasten bleibt die Situation spannend: Sant’Agata arbeitet weiter an der Performance-Front, und wir werden die Entwicklung genau verfolgen.
