Pajero ist zurück: Mitsubishi bringt die Legende 2027 als ganze Modellfamilie – ist das der neue King fürs Gelände?

Pajero ist zurück: Mitsubishi bringt die Legende 2027 als ganze Modellfamilie – ist das der neue King fürs Gelände?

Die Rückkehr des Mitsubishi Pajero: Mehr als ein Comeback – eine komplette Modellfamilie

Mitsubishi hat offiziell den Wiedereinstieg einer Ikone angekündigt: Der Pajero kehrt zurück – nicht als Einzelmodell, sondern als ganze Familie von Geländewagen. Für mich als Autoenthusiast in München ist das eine Nachricht, die sowohl Herz als auch Verstand anspricht: Einerseits weckt der Name Nostalgie bei Offroad‑Fans, andererseits stellt sich die Frage, wie Mitsubishi die Tradition mit modernen Anforderungen vereinen will. Im Folgenden fasse ich die wichtigsten Punkte der Ankündigung zusammen und ordne ein, was potenzielle Käufer und Geländefahrer erwarten dürfen.

Zeitplan und Strategie

Laut der globalen Roadmap von Mitsubishi steht der Debüttermin des ersten neuen Pajero noch für diesen Herbst an; der Verkaufsstart soll 2027 erfolgen. Entscheidend ist: Mitsubishi plant, den Namen Pajero als Dachmarke für mehrere Modelle zu nutzen – eine Strategie, die an Toyotas Umgang mit dem Land Cruiser erinnert. Durch diese Aufstellung entsteht eine Bandbreite von Varianten, die unterschiedliche Bedürfnisse vom harten Offroad‑Einsatz bis zur komfortablen Familienreise abdecken kann.

Technische Basis: Body‑on‑Frame bleibt erhalten

Das erste neue Pajero‑Modell basiert auf dem Pick‑up Triton und verwendet weiterhin einen separaten Leiterrahmen (Body‑on‑Frame) mit Longherons. Für traditionelle Offroad‑Fans ist das eine sehr gute Nachricht: Diese Bauweise bietet klare Vorteile bei Robustheit, Anhängelast und Widerstandsfähigkeit unter extremen Bedingungen.

  • Vorteile des Chassis: bessere Torsionssteifigkeit beim Gelände, leichtere Modifikationsmöglichkeiten (z. B. Unterfahrschutz, Zusatzfälle) und höhere Belastbarkeit für schweres Zubehör.
  • Trotz gemeinsamer Plattform betont Mitsubishi, dass Pajero eine eigene Identität erhalten soll: abgestimmte Achsfederungen, spezifische 4×4‑Kalibrierung und ein hochwertiges, eigenständiges Interieur sind vorgesehen.

    Antriebsoptionen: Elektrifizierung denkbar

    Konkrete Motorvarianten wurden noch nicht vollständig bestätigt, doch deutet vieles auf eine moderne Palette hin: elektrifizierte Benziner und sogar Plug‑in‑Hybrid‑Varianten erscheinen wahrscheinlich – im Einklang mit Mitsubishis globaler Elektrifizierungsstrategie. Für offroad‑orientierte Käufer bleiben jedoch robuste, drehmomentstarke Aggregate (z. B. Turbodiesel) relevant, insbesondere in Märkten mit hoher Anhängelast‑ und Nutzungsanforderung.

  • Mögliche Konfigurationen: konventionelle Verbrenner für robuste Einsätze, PHEV‑Versionen für Kunden, die Effizienz und geringere Emissionen suchen.
  • Innenraum und Komfort: Premium‑Anspruch

    Mitsubishi kündigt an, dass der Innenraum des neuen Pajero deutlich eigenständiger und „premiumiger“ als beim Triton ausfallen wird. Das bedeutet bessere Materialien, modernere Infotainment‑Lösungen und ergonomische Verbesserungen, die den Pajero sowohl für Globetrotter als auch für den täglichen Gebrauch attraktiver machen.

    Marktpositionierung und Namenspolitik

    Interessant ist die Entscheidung, den Namen „Montero“ in einigen Regionen wiederzubeleben. In Märkten wie den USA, wo „Pajero“ nie eingesetzt wurde, könnte der Wagen unter dem alten Montero‑Label angeboten werden. Diese Dualität erlaubt Mitsubishi, lokale Markenbekanntheit zu nutzen und gleichzeitig eine globale Strategie zu verfolgen.

    Langfristige Roadmap: Mehr als nur Pajero

    Der Pajero‑Relaunch ist Teil eines größeren Plans: Mitsubishi plant insgesamt 13 neue Modelle bis März 2032. Davon sollen fünf vollelektrisch und fünf weitere hybridisiert sein. Diese Breite zeigt, dass Mitsubishi sowohl in Segmenten mit hoher Nachfrage (SUV, Pick‑up) bleiben möchte als auch schrittweise in Richtung Elektrifizierung steuert.

    Für wen ist der neue Pajero gedacht?

  • Offroad‑Enthusiasten, die echte Frame‑Robustheit und Torsionsfestigkeit benötigen.
  • Abenteurer und Overlander, die Wert auf Ladefähigkeit, Modifikationstauglichkeit und Geländetauglichkeit legen.
  • Familien und Langstreckenfahrer, die Komfort und Sicherheit suchen, gepaart mit moderner Technik.
  • Für Käufer in Europa wird es entscheidend sein, welche Motoren (insbesondere Diesel vs. PHEV) angeboten werden und wie das Preis‑/Leistungs‑Verhältnis im Vergleich zu etablierten Konkurrenten wie Toyota Land Cruiser oder Ford Ranger ausfällt.

    Offene Fragen und Erwartungen

  • Welche exakten Motoroptionen und Leistungsdaten werden verfügbar sein?
  • Wie hoch wird das Gewicht der PHEV‑Technik sein und wie wirkt sich das auf Offroad‑Fähigkeiten aus?
  • Wie gestaltet Mitsubishi das Angebot länderspezifisch – besonders bezüglich Zulassungs‑ und Emissionsanforderungen?
  • Diese Punkte werden maßgeblich für die Akzeptanz des neuen Pajero in Europa und speziell in Deutschland sein.

    Fazit für Interessenten

    Der Relaunch des Pajero als Familienmarke ist ein mutiger Schritt von Mitsubishi: Er vereint historische Glaubwürdigkeit mit modernem Anspruch. Für Freunde echten Geländes ist der Einsatz eines Leiterrahmens ein klares Plus. Jetzt bleibt abzuwarten, wie Mitsubishi Motoren, Ausstattung und Preisplatzierung gestaltet – erst dann zeigt sich, ob der neue Pajero die Erwartungen der Community erfüllt und echten Mehrwert gegenüber den Wettbewerbern bietet.

    Elmer